Statistisch gesehen leidet jeder 6. Mensch an Fußpilz. Da er sich extrem leicht übertragen lässt, ist die Tendenz steigend.

Fußpilz (Tinea pedum bzw. Tinea pedis) ist keine spezielle Art von Pilz. Die Füße bieten ihm jedoch ideale Lebensbedingungen, weshalb er hier besonders häufig anzutreffen ist. Generell kann er sich jedoch auch auf jede andere Hautstelle übertragen.

Wie man sich an Fußpilz ansteckt

Wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung ist, hängt immer davon ab, an welchen Orten man sich bewegt. Im Alter nimmt das Ansteckungsrisiko jedoch deutlich zu.

Dies liegt an der Durchblutung des äußeren Gefäßsystems, welches sich mit den Jahren verschlechtert. So sind Zahnfleisch, Hände und Füße im Alter oft nicht mehr ausreichend durchblutet. Entsprechend begünstigen alle Formen von Durchblutungsstörungen die Fußpilzgefahr erheblich. Dazu gehören starkes Rauchen, Krampfadern, Herzinsuffizienz oder Diabetes. Auch Medikamente, die die Immunabwehr drosseln, erleichtern die Ansteckung.

Risikofaktoren

Das Fußpilzrisiko steigt deutlich, wenn man sich an Orten mit feucht-warmer Umgebung aufhält. Dazu gehören Schwimmbäder, Saunen und Sport-Studios. Starkes Schwitzen an den Füßen, trägt ebenso zu einem erhöhten Fußpilzrisiko bei. Nicht umsonst wird in den meisten öffentlichen Badeeinrichtungen das Tragen von Bade-Sandalen empfohlen.

Weiter trifft Fußpilz oft Menschen, die Schuhe und Strümpfe aus nicht atmungsaktivem Material tragen. Hierzu zählen zum Beispiel Kanal- oder Bauarbeiter. Auch Haustiere können das Risiko erhöhen.

Ein erhöhtes Risiko haben auch Menschen, mit größerem familiären Umfeld: So stecken sich in der Regel mehrere Familienmitglieder mit Fußpilz an, sobald der erste die Infektion ins Haus getragen hat.

Das liegt daran, dass der Pilz sich sehr gut an Socken und Handtüchern festsetzen kann, wodurch er schnell auf die Haut anderer Menschen gerät.

Die Körperpflege spielt ebenfalls eine große Rolle:

Übertriebene Körperhygiene und zu häufiges Waschen sorgen dafür, dass die Haut ihren natürlichen Schutzmantel verliert, was den Pilzbefall begünstigt. Genau begünstigt allerdings auch ein Mangel an Körperpflege die Ausbreitung.

Alles in allem ist Fußpilz also sehr hartnäckig und hoch-ansteckend!

Unterschied zwischen Fußpilz und Nagelpilz

Fußpilz und Nagelpilz werden häufig miteinander verwechselt. Fußpilz ist eine Infektion der Haut, Nagelpilz hingegen eine Infektion der Nägel. Im Folgenden Text soll es um die Infektion der Haut gehen. Informationen zum Nagelpilz finden Sie hier:

Generell wird zwischen drei verschiedene Pilzarten unterschieden, die beim Menschen Fußpilz auslösen können:

  • Fadenpilze (Dermatophyten) – überwiegend
  • Schimmelpilze– selten
  • Hefepilze– äußerst selten

Fadenpilze

(fachsprachlich Dermatophyten) besitzen ein Enzym, welches die menschliche Hornsubstanz (Keratin) spaltet. Die Pilze ernähren sich von dieser Substanz und leben überwiegend an Stellen, an denen das Vorkommen der Substanz besonders hoch ist. Dies sind zum Beispiel in der Hornhaut, den Haaren sowie unter den Finger- und Fußnägeln.

Schimmelpilze

Sie treten praktisch nur im Doppelpack mit anderen Pilzen auf, da sie alleine nicht in der Lage sind, die Hornhaut zu spalten. Eine häufige Ansteckungsmöglichkeit ist der Kontakt mit kontaminierten Stoffen (z.B Blumenerde), von wo aus sie sich dann in bestehenden Pilzinfektionen einnisten.

Hefepilze

Diese Erreger lassen sich bevorzugt im feucht-warmen Milieu finden, dies können zum Beispiel die Bereiche zwischen den Zehen oder auf den Schleimhäuten sein. Das bedeutet auch, dass die Pilze in den Körper eindringen und sich dort ausbreiten. So kann zum Beispiel der Rachenraum von Hefepilzen befallen werden.

Symptome – So erkennt man den Fußpilz

Fußpilz zeigt sich durch unterschiedliche Symptome, je nachdem um welche Stelle und welcher Erreger es sich handelt.

Der Beginn einer Infektion erfolgt meistens zwischen den Zehen. Zu Beginn ist die Infektion kaum erkennbar. Die Symptome verstärken sich jedoch, je tiefer der Pilz in die Haut vordringen kann.

Das erste spürbare Symptom ist dann zumeist ein deutlicher Juckreiz zwischen den Zehen und das Nässen sowie Einreißen der Haut. Letzteres kennzeichnet sich dann durch Schmerzen auch bei Bewegungen.

Im nächsten Stadium quillt die Haut auf und beginnt sich zu schuppen. Unter der abgelösten Haut zeigt sich eine rötliche, sehr empfindliche Hautpartie, die bei Bewegungen stark schmerzt. Im weiteren Verlauf ohne Behandlung lösen sich immer größere Hautstellen ab.

Die abgelösten Hautschuppen enthalten hohe Konzentrationen der Erreger und sind daher als hoch-ansteckend einzustufen.

Bilder von infizierten Füßen:

Der typische Beginn zwischen den Zehen

Neben den Zehenzwischenräumen zählen auch die Oberseiten der Zehen, der Fußrücken und die Fußsohlen zu den häufigsten betroffenen Stellen. Auch hier ist der Juckreiz ein ständiger Begleiter der Infektion gefolgt von abschuppender Haut. Eher selten ist der Befall an der Ferse. Beginnt die Infektion nicht in den Zehenzwischenräumen, so lassen sich in der Regel 2 Verlaufsformen beobachten:

Kleine Bläschen auf der Haut

Die Bläschen können sowohl zwischen den Zehen, in der Falte unter den Zehen, in der Wölbung der Fußsohle als auch auf dem Fußrücken auftreten. Sie sind deutlich spürbar mit Flüssigkeit gefüllt. Wenn die Bläschen platzen, bleibt eine gerötete und nässende Hautstelle zurück. Auch hier verursachen Bewegungen zumeist deutliche Schmerzen.

 

Trockener verhornender Verlauf

Bei diesem Verlauf breiten sich die Pilze in der Hornhaut des Ballens, der Fußseite und der Ferse aus. Daraufhin verhornt die Haut und schuppt sich zu einer unebenen Fläche ab.

Die Ränder dieser Fläche sind oft dunkler als die normale Haut. Diese Fußpilzvariante verursacht nur selten Beschwerden, die sich durch das Einreißen der Hornhaut durch Schmerzen bemerkbar machen. Aus diesem Grund wird der Krankheitsverlauf hier auch nur selten erkannt und oft mit trockener Haut verwechselt.

Folgen von nicht behandeltem Fußpilz

Auch wenn schwere Komplikationen nur sehr selten auftreten, ist eine Behandlung bei Fußpilz unbedingt nötig, weil der Pilz sich außerordentlich schnell ausbreitet.

So beginnt fast jeder Nagelpilz einmal mit Fußpilz – der im Gegensatz zu Fußpilz deutlich schwieriger zu behandeln ist. Ist der Nagel erst einmal befallen, wird die Behandlung zu einer langwierigen und unangenehmen Prozedur.

Ob die Infektion auf die Nägel übergegangen ist, erkennt man zum Beispiel daran, dass die Nägel zunächst ihren Glanz verlieren und trübe sowie undurchsichtig werden.

Meistens zeigt sich der Pilzbefall dabei als erstes am freien Rand der Nägel durch kleine, weißliche Stellen, die sich zur Mitte des Nagels hin ausbreiten.

Im weiteren Verlauf verfärben sich die befallenen Nägel gelblich bis bräunlich. Anschließend beginnt die Nagelplatte zu verdicken. Wird nun nicht mit der Behandlung begonnen, bröckelt der Nagel zunehmend ab und trennt sich letztlich komplett vom Nagelbett.

Doch soweit muss es nicht kommen, denn eine frühzeitige und präventive Behandlung des Fußpilzes kann in den meisten Fällen die Ausbreitung stoppen und somit auch die Nägel schützen.

Fußpilz behandeln – So wird’s gemacht

Fußpilz heilt zwar niemals von allein, kann aber sehr gut selbst behandelt werden.

Der Pilz wird in der Regel lokal auf der Haut durch das Anwenden von Cremes, Sprays oder Salben behandelt.

Viele dieser Mittel haben ein breites Wirkungsspektrum und bekämpfen sowohl die Pilzerreger als auch Bakterien, die sich gerne zusätzlich auf den wunden Stellen ansammeln. Die Produkte sind in der Regel rezeptfrei erhältlich. Meero-Care bietet hier mit Clearfungan ein wirkungsvolles Spray an, welches dank der ECA-Technologie zuverlässig alle Erreger beseitigt.

Wenn die Selbstbehandlung auch nach 12-16 Wochen keine Besserung bringt, hilft ein Besuch beim Hautarzt weiter. Dieser kann die Erreger genau bestimmen und folglich zielgerichtet bekämpfen.

Dazu wird eine Probe vom Gewebe entnommen, das von der Pilzinfektion befallen ist. Das pilzhaltige Gewebe wird anschließend in ein Plastikschälchen mit Nährboden gegeben. Innerhalb weniger Wochen wächst so ein Pilzgeflecht, durch das der Erreger genau bestimmt werden kann.

Ist der genaue Erreger bekannt, können vom Arzt weitere Maßnahmen eingeleitet werden.

Bei sehr ausgedehntem Pilzbefall verschreibt der Arzt Antimykotika in Tablettenform. Da diese auf den gesamten Körper einwirken, sind Nebenwirkungen häufig nicht auszuschließen. Aus diesem Grund sind solche Tabletten auch korrekterweise verschreibungspflichtig.

Zusammenfassung: Tipps bei Fußpilz

Fußpilz heilt nicht von selbst und verbreitet sich schnell. Daher ist das Handeln des Betroffenen unbedingt erforderlich.

Die folgenden Tipps helfen bei der Behandlung von Fußpilz und beugen Rückfällen vor:

  • Anti-Pilz-Mittel anwenden: Verwenden Sie ein Mittel zur Bekämpfung der Pilzerreger. >> Mehr dazu erfahren Sie hier
  • Gründliche Behandlung: Behandeln Sie immer alle betroffenen Stellen am Körper, unabhängig von der Schwere der Infektion, sonst sind Rückfälle und Wiederansteckungen vorprogrammiert. Behandeln Sie auch ihre Haustiere, da diese für den Pilzbefall verantwortlich sein könnten.
  • Getrennte Handtücher: Verwenden Sie während der Behandlung getrennte Handtücher für Kopf, Körper und Füße. Stellen Sie sicher, dass die Handtücher sofort nach dem Abtrocknen bei mindestens 60 grad gewaschen werden. Verhindern Sie den Kontakt ihrer Handtücher mit anderen Personen.
  • Getrennte Pflegeutensilien: Jede Person im Haushalt sollte eigene Pflegeutensilien für die Füße benutzen.
  • Socken wechseln: Tragen Sie unbedingt Socken und wechseln Sie diese häufig, damit Sie keine Erreger auf dem Boden hinterlassen.
  • Atmungsaktive Kleidung: Tragen Sie atmungsaktive Kleidung und Schuhe
  • Schuhe behandeln: Vergessen Sie nicht auch Ihre Schuhe mit zu behandeln. Das feucht-warme Milieu bietet ideale Wachstumsbedingungen für Pilzerreger. Zur Behandlung eignet sich Clearfungan, welches Sie zusätzlich zur Anwendung auf der Haut auch problemlos in die Schuhe sprühen können.
  • Feuchtigkeit vermeiden: Halten Sie ihre Füße trocken. Achten Sie vor allem darauf, die Zehenzwischenräume nach dem Duschen oder Baden gut abzutrocknen. Verwenden Sie einen Fön, falls die Reibung des Handtuchs auf der Hautstelle zu Schmerzen führt. Achten Sie darauf, dass auch Ihre Schuhe genügend Zeit zum trocknen bekommen, ehe Sie sie wiederverwenden.
  • Bade-Sandalen: Tragen Sie an Orten mit hohem Ansteckungsrisiko (Schwimmbäder, Saunen etc) immer Bade-Sandalen. Das Gleiche gilt auch für Ihre Wohnung, wenn sie den Pilz gerade erst losgeworden sind, da die in den Hautschuppen enthaltenen Pilzfäden (Hyphen) mehrere Wochen außerhalb des Körpers überleben können. In Form von Sporen überleben sie sogar mehrere Monate.
  • Haut atmen lassen: Lassen Sie ihre Haut atmen, d.h. tragen Sie Sandalen, wenn es möglich ist.
  • Durchblutung verbessern: Verbessern Sie ihre Durchblutung. Diabetiker sollten zum Beispiel auf ihren Blutzucker achten, während Raucher den Genuss am besten gleich ganz einstellen.
  • Nur eigene Kleidung verwenden: Verleihen Sie keine Kleidung oder Schuhe und verwenden Sie auch keine geliehenen Kleidungsstücke wie Bowlingschuhe, Skischuhe oder Schlittschuhe